Wettbewerb
Kunst am Bau
im Zuge der Schulraumerweiterung der Grundschule Kirchberg


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Konzept


„Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir.“

So oder so ähnlich kennen viele von uns noch die Inschriften auf Schulfassaden oder an Eingangstüren. Ganz sicher hat der Satz bis heute inhaltlich noch die gleiche Gültigkeit wie eh und je.

Natürlich würde es nahe liegen, ein Kunstobjekt für eine Schule zu schaffen, dass in der einen oder anderen Weise etwas lehren kann.

Aber das inhaltliche Verständnis von Kunst ist immer auch eine Frage der Interpretation. Und die Fähigkeit der Interpretation setzt zumeist ein gerütteltes Maß an Erfahrung voraus. Wohl die wenigsten ABC-Schützen werden schon darüber verfügen.

Aus diesem Grund ist die Basis meiner Idee das genaue Gegenteil davon.

Zunächst einmal soll es keine bespielbare Skulptur werden. Wenn es denn doch einen Lehrreichen Inhalt haben soll, dann den: Spielsachen sind zum Spielen da, Kunst soll inspirieren, beruhigen, erfreuen.

Meine Vorstellung ist eine Stele, die mit einer Vielzahl an Verschneidungen organischer und geometrischer Körper spannende Gegensätze bildet und die vollständig mit bunten Mustern, Farbflächen und farbigen Klecksen bedeckt ist. Jede Symmetrie wird verhindert, um aus jeder Perspektive eine neue Ansicht zu erhalten. Sie empfängt Besucher wie ein begrüßendes Ausrufezeichen. Ihr einziger eitler Zweck soll es sein, von den Kindern fröhlich angeschaut und hin und wieder auch mal gemalt zu werden. Sie markiert den Startpunkt für Neues.

Die Stele hat eine Höhe von ca. 4 m und einen mittleren Durchmesser von ca. 60 cm. Die Außenhaut der Skulptur besteht aus glasfaserverstärktem Polymergips, das Innere aus einem tragenden Stahlskelett, über das in mehreren Schichten die Außenhaut modelliert wird. Die ganze Skulptur ruht auf einem sichtbaren Sockel aus Basaltlava.